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look perfect by Optiker Reiniger

Versorgung sehbehinderter Personen

René Reiniger war einer der ersten Augenoptiker in der Schweiz, welcher sich auf die Beratung und das Anpassen von Hilfsmitteln bei sehbehinderten Personen spezialisiert hat. In diese Fussstapfen ist auch der Junior, Sven Reiniger, getreten. Das Arbeiten mit sehbehinderten Personen braucht nebst einer speziellen Ausbildung auch eine gute Portion Geduld und Einfühlungsvermögen. Um eine optimale und vollumfängliche Versorgung der sehbehinderten Personen zu gewährleisten, arbeiten wir sehr eng mit Ihrem Augenarzt und den Beratungsstellen für Sehbehinderte SBH und SBV zusammen. Der Augenarzt ist für die medizinische Seite und der spezialisierte Augenoptiker für die optische Seite verantwortlich. Die Beratungsstelle gibt Tipps und zeigt Tricks, wie man das Leben als betroffene Person meistern kann. Vereinbaren Sie hier einen Termin für eine Low Vision Abklärung.

Die Low Vision Abklärung

Nebst der medizinischen Abklärung beim Augenarzt ist auch eine genaue optische Abklärung beim spezialisierten Augenoptiker sinnvoll. Diese sogenannte "Low Vision Abklärung“ dauert ungefähr eineinhalb Stunden. Sie beinhaltet nebst der speziellen Brillenglasbestimmung auch eine Bestimmung des Kontrastsehens und des Vergrösserungsbedarfs. Nach diesen Messungen, wird gezeigt, welche Hilfsmittel für welche Aufgabe geeignet wären.

Die Sehbehinderungen
Man unterscheidet zwischen angeborenen und erworbenen Sehbehinderungen. Die häufigste Angeborene ist die Retinitis Pigmentosa, die häufigste Erworbene, die altersbedingte Maculadegeneration oder Maculopathie. Ebenfalls sehr häufig sind Netzhautveränderungen bei Diabetes.

Die altersbedingte Maculadegeneration oder Maculopathie
Sehr viele Menschen (ungefähr jede dritte Frau über siebzig, Männer etwas weniger) sind heute von der altersbedingten Maculadegeneration betroffen. In früheren Generationen trat sie wegen der geringeren Lebenserwartung viel seltener auf. Je älter der Mensch wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit von dieser Krankheit betroffen zu sein. Bis heute ist noch nicht abschliessend geklärt, welche Einflüsse für den Beginn und Verlauf der Krankheit verantwortlich sind.

Die Hilfsmittel für die Nähe
Grundsätzlich gibt es Lupen, Lupenbrillen, Fernrohrlupenbrillen und Fernsehlese-geräte als Hilfsmittel für die Nähe. Als Nähe verstehen wir alle Distanzen von der Nasenspitze bis zu etwa einem Meter. Im frühen Stadium der Maculadegeneration kann mit stärkeren Brillen und/oder mit Lupen geholfen werden, doch mit dem Fortschreiten der Krankheit kommen schon bald nur noch spezielle Sehhilfen in Frage.
Bei all diesen Hilfsmitteln sind drei wichtige Punkte zu beachten:
1.) Gutes Licht ist unabdingbar. Die beste Optik bringt nichts, wenn das Licht nicht stimmt. Erstaunlicherweise finden die meisten Leute, dass ihre Wohnung genügend hell sei und die Beleuchtung zum Lesen ausreiche. Tatsache jedoch ist, dass fast alle Wohnungen viel zu wenig beleuchtet sind. Deshalb fragen wir im Gespräch auch immer nach der Beleuchtung am „Arbeitsplatz“. Ist das Licht nicht ausreichend, geben wir meist eine spezielle Leselampe ab.
2.) Der zweite Punkt, der beachtet werden muss, ist der richtige Abstand. Je stärker ein optisches Hilfsmittel vergrössert, desto näher muss der Gegenstand (Zeitung, Buch, etc) gehalten werden. Dabei kann es durchaus sein, dass der optimale Abstand unmittelbar vor der Nasenspitze liegt. Dies schadet dem Auge jedoch keineswegs, denn die Optik ist auf diesen Abstand optimiert.
3.) Nur der regelmässige Gebrauch des Hilfsmittel gibt genug Training. Der Umgang mit vergrössernden Hilfsmitteln ist am Anfang noch schwierig. Aber auch Velo fahren lernt man nicht an einem Tag. Mit der Übung kommt es zu einem besseren Lesefluss, dadurch wird man weniger müde und hat wieder mehr Spass am Lesen.
Wer immer gerne gelesen hat, nimmt diese anstrengende Angewöhnungszeit in Kauf.